SPD und CDU für Ladezonen an Radwegen

Schaffung zusätzlicher Ladezonen entlang von Radwegen und Radspuren

SPD und CDU in der Bezirksvertretung I, Innenstadt/Deutz legen einen gemeinsamen Antrag vor, mit dem sie die Verwaltung beauftragen wollen, entlang von Radspuren und Radwegen in regelmäßigen Abständen Ladezonen einzurichten, die ein Ent- und Beladen ermöglichen, ohne die Rad-fahr- und Fußgängerinfrastruktur zu belegen und damit andere Verkehrsteilnehmer*innen zu gefährden.

Dazu sollen in regelmäßigen Abständen Stellplätze in Ladezonen umgewandelt werden. Besonders die neu angelegten Radspuren gilt es auf diese Weise zu schützen.

Die Verwaltung soll ferner beauftragt werden, ein entsprechendes Konzept zum Schutz der Rad- und Fußgängerinfrastruktur der Bezirksvertretung Innenstadt vorzulegen.

Zur Begründung wird gesagt, dass sich derzeit die Verwaltung im Rahmen des Radverkehrskonzeptes Innenstadt stark für den Ausbau des innenstädtischen Radwegenetzes einsetzt. So wurden zuletzt auf der Cäcilienstraße oder einzelnen Ringabschnitten (Theodor-Heuss-Ring) großzügige Radspuren angelegt.
Auch dort hat sich gezeigt, dass diese Spuren sehr schnell als bequeme Haltebereiche von Paketzusteller- oder Lieferdiensten missbraucht werden, die auf diese Weise nicht-motorisierte Verkehrsteilnehmer behindern und gefährden.

Siehe auch: https://www.ksta.de/koeln/innenstadt/radverkehr-in-koeln-autofahrer-ignorieren-neu-eingerichtete-spur-zum-neumarkt-31084274
Da aber Lieferdienste auch und gerade für nichtgewerbliche Kund*innen voraussichtlich nicht ab-, sondern zunehmen werden (Paketzustelldienste, Lieferdienste, Möbelhäuser etc.), sollen entsprechende Haltebereiche geschaffen werden, wo solche Lieferfahrzeuge anliefern können, ohne den Rad- und Fußgängerverkehr zu behindern und zu gefährden. Dies ist möglich notwendig durch eine Ausweitung von Ladezonen unabhängig von Geschäften und Gastronomien. Beispielsweise könnten entlang von Radspuren und Radwegen ein festzulegender Prozentsatz von Stellplätzen in Lieferzonen umgewandelt und als solche deutlich ausgewiesen werden.

Voraussetzung dafür ist allerdings eine ebenso konsequente Sanktionierung des Missbrauchs der Rad- und Fußgängerinfrastruktur. Das Blockieren von Radspuren und Fußgängerwegen sollte kein Kavaliersdelikt sein.