Vorbereitung für „Bunt im Block“ sofort stoppen

CDU in der Innenstadt unterstützt Anwohnerprotest: Die Fraktion der CDU in der Bezirksvertretung I, Innenstadt/Deutz fordert von Bezirksbürgermeister Andreas Hupke, die Bedenken von Anwohnern gegen das geplante Nachbarschaftsfest „Bunt im Block“ in der Kölner Südstadt deutlich ernster zu nehmen und die Vorbereitungen sofort zu stoppen. Dass als Ort für ein Bürgergespräch nun eine Kirche herhalten soll, verwundert die CDU zudem.

Die für Sonntag, den 27. Mai 2018 geplante und als Nachbarschaftsfest deklarierte Veranstaltung „Bunt im Block“ sorgt in der Kölner Südstadt für Unruhe. Längst nicht jeder Gastronom unterstützt die Veranstaltung und einer Petition gegen die Veranstaltung haben sich bereits über 1.400 Bürger angeschlossen. Unter anderem fürchten diese eine „Ballermannisierung“ der Südstadt.

„Anders als der Bezirksbürgermeister und seine Fraktion teilen wir die Bedenken von Anwohnern und finden es auch nicht angemessen, dass er als vermeintlicher Vertreter aller Bürgerinnen und Bürger in der Innenstadt offensiv für diese Veranstaltung eintritt“, so Ralf Uerlich, CDU-Fraktionsvorsitzender in der Bezirksvertretung I, Innenstadt/Deutz. „Es muss auch Anwohnern in der Innenstadt gestattet sein, an einem Sonntag mal kein Event vor der Haustür zu haben.“

Die CDU-Fraktion hat sich mit Vertretern der Initiative „Wem gehört die Südstadt“ getroffen und schließt sich deren Beschwerden ausdrücklich an: „Wir vermissen in der Planung das Einbeziehen der schon bestehenden Bürgerinitiativen in der Südstadt. Das Veedel braucht auch keine Nachhilfe in Sachen Nachbarschaft. Und dass nun schon Ankündigungsplakate verteilt werden, ohne dass das Event bisher abschließend genehmigt wurde, ist eine absolute Frechheit“, so Ralf Uerlich.

Die Bürger zum Formulieren ihrer Bedenken nun in die Kirche St. Maternus einzuladen – der Bezirksbürgermeister hat einen Diskussionsabend unter dem Motto „Wie reden wir eigentlich miteinander?“ anberaumt -, sei das Gegenteil von „Bürger ernst nehmen“. Günter Leitner, 1. stellvertretender Bezirksbürgermeister: „Wir protestieren scharf gegen die Nutzung einer katholischen Kirche zu politischen Zwecken. Es gibt ausreichend Möglichkeiten, in der nahegelegenen Grundschule Räume zu nutzen. Ein Kirchengebäude aber zu instrumentalisieren und mit ihm moralische Wertungen des Umgangs miteinander zu verbinden, lehnen wir ab.“

Michael Musto, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, zweifelt an der Ehrlichkeit des Events: „Plötzlich auftauchende Erziehungsveranstaltungen, die uns Nachbarschaft erklären und die Art und Weise der Mobilität vorschreiben wollen, beleidigen die Mündigkeit der Bürgerinnen und Bürger vor Ort.“

Bei Rückfragen:
Ralf Uerlich
Vorsitzender CDU-Fraktion Bezirksvertretung I, Innenstadt/Deutz
E-Mail: ralf.uerlich@stadt-koeln.de
Mobil: 0172-2951497